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Blasenschwäche – ein Thema, das jeden betreffen kann. So zahlreich wie die Ursachen sind auch die Therapieformen, die die Beschwerden lindern oder in manchen Fällen sogar heilen können und somit die gewohnte Lebensqualität der Betroffenen wieder herstellen. |
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Klassifikation der Inkontinenz |
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Grundlage für die Entscheidung über notwendige Maßnahmen und ärztliche Behandlung ist der Schweregrad der Harninkontinenz (Klassifikation der ICS): |
- Leichte Harninkontinenz (weniger als 25 ml/h)
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Mittlere Harninkontinenz (25 ml/h bis 50 ml/h)
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Schwere Harninkontinenz (mehr als 50 ml/h)
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Konservative Therapieformen |
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Eine schwache Beckenbodenmuskulatur ist in vielen Fällen an der Entstehung einer Blasenschwäche beteiligt. Schlingen der Beckenbodenmuskulatur bilden den Blasenmuskel. Bei einer Schwäche des Beckenbodens kann deshalb auch die Muskulatur der Blase nicht mehr richtig funktionieren. |
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Besonderen Erfolg hat das Beckenbodentraining bei jüngeren Menschen mit einer leichten bis mittleren Drang- bzw. Stressinkontinenz. Auch nach der Geburt eines Kindes, bei Übergewicht oder einer anlagebedingten Bindegewebsschwäche ist das Training des Beckenbodens ratsam. |
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Ziel dieser Übungen ist es, den gesamten Muskelapparat des Beckenbodens zu kräftigen und somit auch den Blasenschließmuskel wieder zu aktivieren. |
Die Beckenbodenmuskelkontraktionen sollen hierdurch wieder bewusst wahrgenommen werden. In den nächsten Schritten wird das Gelernte dann in den Alltag integriert, wie z.B. beim Laufen, bei sportlicher Betätigung, beim Lachen oder beim Heben von Lasten.
Diese Übungen sollten regelmäßig durchgeführt werden. Dann können, teilweise in Kombination mit weiteren Maßnahmen wie Medikamenten oder Verhaltenstraining Erfolge bei 90 Prozent der Behandelten erzielt werden. |
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Ziel dieser konservativen Trainingsform, häufig auch Blasen-Klopf-Training genannt, ist, die Blasenkontrolle zu verbessern und die Urinmenge, die die Blase ohne Drang halten kann, zu steigern. Der Unterbauch wird hierbei mit der Hand in regelmäßigen, dreistündigen Abständen gestrichen oder geklopft. Somit soll bei neurogenen Blasenfunktionsstörungen ein Reflex ausgelöst werden, der die Entleerung der Blase einleitet. Ein unkontrollierter Urinverlust kann somit vermieden und der zeitliche Abstand zwischen den Toilettengängen verlängert werden.
Das Blasentraining sollte jedoch nur unter ärztlicher Anleitung durchgeführt werden, denn ganz so einfach, wie es klingt, ist es nicht. Nur der Arzt oder eine andere fachkundige Person kann abschätzen, ob die Blase zu stark beansprucht wird. Auch gilt es, Komplikationen wie Harnwegsinfekte rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Der Arzt wird zudem entscheiden, ob es sinnvoll ist, das Blasentraining mit Medikamenten zu unterstützen. Zu bedenken ist vor allem: Das Blasentraining eignet sich nicht für alle Formen der Harninkontinenz.
Diese Therapieform gilt aus heutiger Sicht häufig als veraltet und wird daher nur noch vereinzelt eingesetzt. |
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Diese Form der konservativen Therapie richtet sich verstärkt an Menschen, die unter Dranginkontinenz leiden, oder aufgrund einer Hirnleistungsstörung an Reflexinkontinenz erkrankt sind. Die professionelle Betreuung bei dieser Therapieform durch einen Urologen ist ratsam. Auf Basis eines individuell zu erstellenden Trink- und Miktionsplanes wird es den Betroffenen ermöglicht, die Blase rechtzeitig zu entleeren, bevor der Harndrang zu stark wird und es zu einer reflexartigen Entleerung der Blase kommen kann.
Eine genaue Einhaltung des Trink- und Miktionsplanes ist notwendig. Eine Abweichung kann die Inkontinenz sogar noch verstärken.
Zum Schutz sollten Pull-ups bzw. Inkontinenztrainers, wie z.B. Molicare mobile verwendet werden. |
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Weitere konservative Therapieformen |
Begleitend zum Beckenbodentraining wird häufig die Elektrotherapie eingesetzt.
Sie ist quasi ein per Elektrode durchgeführtes Beckenbodentraining. Über Elektroden werden elektrische Impulse übertragen. Dadurch wird die Muskulatur angespannt und die Beckenbodenmuskulatur zieht sich zusammen. Sie wird somit gestärkt und besser von Nerven versorgt. Die Kontraktionsfähigkeit der Beckenbodenmuskulatur sowie des Blasenschließmuskels wird verbessert.
Auch das Üben mit Vaginalkonen ist eine gängige Therapie bei Inkontinenz. Es handelt sich hierbei um eine besondere Form des Beckenbodentrainings. Die Vaginalkone – kleine, kegelförmige Gegenstände – werden in die Scheide geschoben. Um das Herausrutschen zu verhindern, wird die Beckenbodenmuskulatur automatisch angespannt. Mit steigendem Trainingseffekt werden Konen mit höherem Gewicht benutzt. |
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Nicht-konservative Therapieformen |
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Zur medikamentösen Therapie der verschiedenen Formen der Inkontinenz stehen zahlreiche Präparate zur Verfügung, die der Arzt individuell einsetzen kann. |
Z.B. können häufige Toilettengänge, plötzlich auftretender starker Harndrang oder unwillkürlicher Verlust größerer Urinmengen gezielt durch den Einsatz von Medikamenten behandelt werden, die sich beruhigend und entspannend auf die überaktive Blasenmuskulatur auswirken.
Eine Form der medikamentösen Therapie ist die Gabe von Anticholinergika, auch Spasmolytika oder Antispasmodika genannt. Sie finden ihren Einsatz bei der Behandlung einer aufgrund der Inkontinenz instabilen Blasenmuskulatur. Durch die Medikamente wird die Blasenmuskulatur an der Kontraktion gehindert. Es muss jedoch beachtet werden, dass auch bei niedriger Dosierung und Verwendung moderner Wirkstoffe bei einigen Personen Nebenwirkungen, wie z.B. Mundtrockenheit, Verstopfung, Müdigkeit, Herzrasen und Sehstörungen auftreten können. Wie Studien belegen, ist dann eine recht hohe Abbruchrate der Therapie die Folge.
Eine weitere Form der medikamentösen Therapie sind die Östrogene, die häufig bei Frauen in den Wechseljahren eingesetzt werden. Stressinkontinenz kann gerade bei Frauen in oder nach den Wechseljahren auch hormonelle Ursachen haben. Mit Beginn der Wechseljahre wird von den Eierstöcken das weibliche Hormon Östrogen in vermindertem Umfang produziert. Gerade dieses Hormon ist jedoch verantwortlich dafür, dass die Schleimhäute in der Blase und der Harnröhre elastisch und feucht genug gehalten werden, um die nötige Durchblutung zu gewährleisten. Die von außen zugeführten Östrogene bauen die Schleimhaut in der Harnröhre sowie der Blase wieder auf. So wird der Zustand vor den Wechseljahren wieder hergestellt. |
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Neben der medikamentösen Therapie steht den Betroffenen heute eine ganze Reihe von operativen Methoden zu Verfügung. Diese Form der Inkontinenzbehandlung sollte jedoch wirklich die letzte Möglichkeit bleiben, wenn alle anderen Therapien keinen Erfolg gezeigt haben.
Bei der Stressinkontinenz, unter der besonders Frauen nach der Schwangerschaft leiden, existieren mehr effektive operative Möglichkeiten als bei anderen Inkontinenzformen. Aber auch bei Drang- und Reflexinkontinenz gibt es vielversprechende Möglichkeiten, die Inkontinenz zu lindern. Eine vollständige Heilung ist hierbei jedoch schwieriger.
So kann z.B. in einer ca. 30-minütigen Operation bei örtlicher Betäubung ein so genanntes „Tension-free Vaginal Tape“, auch TVT genannt, unter die Harnröhre gesetzt werden. Auf diese Weise wird die Harnröhre etwas nach oben verlegt und der Harn kann nicht mehr unwillkürlich ablaufen. Diese Operation wird seit knapp zehn Jahren mit großem Erfolg angewendet: Die internationale Literatur spricht hierbei von einer kompletten Heilungsrate bei etwa 85 bis 95 Prozent der Patientinnen. Eine deutliche Verbesserung der Blasenfunktion kann bei weiteren 10 bis 15 Prozent der Patientinnen festgestellt werden und bei nur etwa 2 bis 5 Prozent der Fälle bleibt die Operation erfolglos. |
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Auch die effektivste Therapie führt nicht in allen Fällen zu einer vollständigen Heilung der Inkontinenz. Daher ist der Einsatz von Inkontinenzhilfsmitteln meist unumgänglich.
Viele Betroffene versuchen, die unkontrollierte Harnabgabe mit einfachen Mitteln, wie z.B. Toilettenpapier oder Slipeinlagen, in den Griff zu bekommen. Doch Slipeinlagen oder Monatsbinden sind nicht für Urin gedacht: Er kann nicht vollständig ins Innere der Hygieneartikel gelangen und daher ist die typische Geruchsbelästigung nicht zu vermeiden. Im Gegensatz dazu wurden Inkontinenzeinlagen und -slips, wie z.B. MoliMed oder Molicare, speziell für Inkontinenz entwickelt und sind in allen Bestandteilen darauf abgestimmt. Ein Trockenvlies leitet die Nässe schnell in den Saugkörper und sorgt somit für eine extra starke Saugkraft. Gleichzeitig schützt sie vor Rücknässung. Die Haut wird geschützt und trocken gehalten. Die körpergerechte Passform garantiert einen perfekten Sitz. Und spezielle Moleküle schließen Gerüche zuverlässig ein, so dass die Blasenschwäche für Dritte unbemerkt bleibt.
Produkte für Blasenschwäche gehören zur Kategorie der so genannten medizinischen Hilfsmittel und sind verschreibungs- und erstattungsfähig. |
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Therapie der verschiedenen Inkontinenzformen |
Bei dieser Form der Inkontinenz zieht sich die Blasenmuskulatur zum falschen Zeitpunkt zusammen. Es entsteht Harndrang bis zum unfreiwilligen Verlust von Urin. Ziel der Therapie muss es daher sein, die Blasenmuskulatur dazu zu bringen, zu „warten“, bis das Wasserlassen wirklich notwendig und erwünscht ist.
Zwei Therapiemaßnahmen werden dabei eingesetzt und führen bei mehr als 80 Prozent der Betroffenen zum Erfolg.
1. Medikamente
2. Gezieltes Training des Wasserlassens mit Übungen und einem Tagebuch |
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Es gibt verschiedene, sehr wirksame Medikamente, die bei Problemen mit Harndrang eingesetzt werden. Sie wirken beruhigend und entspannend auf die Blase und unterdrücken ein zu frühes Zusammenziehen und damit den Druckanstieg der Blase. Es muss jedoch beachtet werden, dass auch bei niedriger Dosierung und Verwendung moderner Wirkstoffe bei einigen Personen Nebenwirkungen, wie z.B. Mundtrockenheit, Verstopfung, Müdigkeit, Herzrasen und Sehstörungen auftreten können, die, so belegen Studien, bei manchen Betroffenen zu einem Abbruch der Therapie führen. |
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2. Gezieltes Training des Wasserlassens |
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Durch ein gezieltes Blasentraining kann die Blase daran gewöhnt werden, sich zu bestimmten Uhrzeiten zu entleeren. Ziel ist es, die Zeiträume zwischen den Blasenentleerungen zu verlängern. Der Patient soll lernen, dem Drang zum Wasserlassen zu widerstehen und ihn für einige Zeit zu unterdrücken. Auf diese Weise lässt sich die Aufnahmekapazität der Blase erhöhen. |
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Hierbei ist es von zentraler Bedeutung, die Muskulatur des Beckenbodens und Schließmuskels durch gezieltes Training zu stärken. Allein das Beckenbodentraining führt bereits dazu, dass sich die Beschwerden deutlich bessern oder sogar verschwinden. Manchmal ist es jedoch notwendig, weitere Maßnahmen, wie z.B. Medikamente oder Verhaltenstraining einzusetzen. Erfolge bei 90 Prozent der Behandelten sind dokumentiert. |
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1. Stärkung des Beckenbodens |
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Das Beckenbodentraining dient dazu, die Haltemuskulatur des Beckens zu kräftigen und geschädigte Muskelstrukturen wieder aufzubauen. Überdies fühlen Sie bereits nach kurzer Zeit Ihren Beckenboden, wenn Sie das Training bewusst durchführen. |
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Eine besondere Form des Beckenbodentrainings ist das Üben mit Vaginalkonen. Hierbei handelt es sich um kleine, kegelförmige Gegenstände, die in die Scheide geschoben werden. Um das Herausrutschen zu verhindern, wird die Beckenbodenmuskulatur automatisch angespannt. Mit steigendem Trainingseffekt werden Konen mit höherem Gewicht benutzt. |
Das Biofeedback wird häufig zur Unterstützung des Beckenbodentrainings eingesetzt. Dabei werden spezielle Körperfunktionen mit Hilfe von akustischen oder optischen Signalen sichtbar oder hörbar gemacht. Der Betroffene lernt somit, seine eigenen Körperfunktionen besser wahrzunehmen.
Eine kleine Sonde in der Scheide oder im Enddarm misst elektronisch die Muskelkraft des Beckenbodens und gibt diese Messung an einen Computer weiter. So kann man erfahren, ob die richtigen Muskeln des Beckenbodens trainiert werden und wie stark die Anspannung ist. Gezieltes Üben zu Hause ist möglich, entsprechende Geräte zahlt bei ärztlicher Verordnung die Krankenkasse. |
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Ihr Arzt wird Ihnen bei Bedarf Östrogene oder Alpha-Sympathikomimetika verordnen, die die Muskulatur des Schließmuskels stimulieren. |
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Manchmal lässt sich eine Inkontinenz nur mit Hilfe einer Operation beheben – etwa bei Senkung der Gebärmutter. Gezieltes Beckenbodentraining sichert den langfristigen Erfolg der Operation und sollte am besten schon vorbereitend begonnen werden. |
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Häufig lösen Husten, Niesen oder auch bestimmte Sportarten den unfreiwilligen Urinverlust aus. Um langfristig den Beckenboden zu trainieren, sollte eine Liste erstellt werden, in der die Situationen festgehalten werden, bei denen unfreiwillig Urin abgeht. Bei der nächsten „Stress“-Situation sollte schon vor der auslösenden Bewegung der Beckenboden angespannt und währenddessen ausgeatmet werden. Dabei auf einen geraden Rücken achten, das hilft dem Beckenboden. Bei häufiger Übung wird sich der Beckenboden in diesen Situationen schon bald automatisch anspannen. |
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Um eine effektive Therapie bei der Überlaufinkontinenz zu finden, müssen zuerst die Ursachen festgestellt werden. Ist der Harnabfluss durch eine Vergrößerung der Prostata oder einen Tumor behindert, ist eine Operation oder ein Eingriff in die Harnröhre nicht zu umgehen.
Liegt jedoch eine Störung im Zusammenspiel des Verschlusssystems vor, können spezielle Medikamente helfen. Diese Medikamente können die glatte Muskulatur des Schließmuskels entspannen und der Urin kann wieder abfließen. |
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Bei einer Reflexinkontinenz reagiert die Blase auf falsche Reize mit einer Entleerung, die nicht willentlich gestoppt werden kann. Die Therapie dieser Inkontinenzform gehört in die Hände eines Urologen. |
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1. Intermittierender Selbstkatherismus |
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Diese Methode ist zurzeit die beste bei starken Entleerungsstörungen. Hierbei wird alle drei bis vier Stunden ein Katheder in die Harnröhre eingeführt. Die Blase kann somit entleert werden. In diesem Falle kann man sich sehr gut vor unfreiwilligem Harnabgang mit Pull-ups bzw. Inkontinenztrainers (z.B. Molicare mobile) schützen. |
Die Blase kann durch das Blasenklopftraining in bestimmten Abständen entleert werden. Dabei wird der Unterbauch mit der Hand in dreistündigen Abständen gestrichen oder geklopft. Ein unkontrollierter Urinverlust kann somit vermieden werden. Das Blasenklopftraining sollte jedoch nur unter ärztlicher Anleitung durchgeführt werden, denn ganz so einfach, wie es klingt, ist es nicht.
Diese Therapieform gilt aus heutiger Sicht häufig als veraltet und wird daher nur noch vereinzelt eingesetzt. |
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Um organische Ursachen für das Bettnässen auszuschließen, ist ein Arztbesuch in jedem Fall ratsam. Es stehen verschiedene Möglichkeiten der Behandlung des Bettnässens zur Verfügung:
1. Feuchtigkeitsmelder (Piepser, Klingelhosen oder Weckmatratzen), die das Kind bei den ersten Tropfen wecken, damit es die Blase kontrollieren lernt, beziehungsweise rechtzeitig auf die Toilette gehen kann.
2. Fehlt den Betroffenen das antidiuretische Hormon (ADH), kann ein Wirkstoff in Form eines Nasensprays oder Tabletten helfen, der dem ADH nachempfunden ist.
3. Die Aufnahmefähigkeit der Blase zu steigern, ist eine weitere Möglichkeit. Blasentraining oder Medikamente (Anticholinergika), die die Blasenmuskulatur entspannen, können ebenfalls Hilfe bieten. |
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Bei dieser Form der Inkontinenz, bei der der Urin durch eine Fistel einen anderen Weg nach außen gesucht hat, kann nur eine Operation Hilfe bringen. |
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