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Fragen und Antworten zum Thema Blasenschwäche
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Fragen zu Produkten und Hilfsmitteln |
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Fragen zu Verordnung und Hilfsmitteln |
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Blasenschwäche (der medizinische Fachausdruck dafür ist Harninkontinenz) ist noch immer ein großes Tabu-Thema in unserer Gesellschaft, obwohl sehr viele Menschen daran leiden. Schätzungen zufolge sind ca. 5 Millionen Menschen betroffen, die mit einer Blasenschwäche leben, darunter auch 1,5 Millionen Männer. Die Zahl der Betroffenen steigt stetig.
Ist Blasenschwäche nicht eher ein Thema für alte Menschen?
Die Ursachen für eine Blasenschwäche sind oft vielfältig und nicht immer altersbedingt. Blasenschwäche kann Menschen jeden Alters treffen. Auslöser können Erkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder auch Nachwirkungen von Operationen sein. Oft leiden junge Frauen nach einer Geburt unter einer schwachen Blase. Eine häufige Ursache für eine Inkontinenz bei Männern ist eine Prostataoperation. |
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Wenn Sie an einer Blasenschwäche leiden, sollten Sie sich erst einmal umfassend und kompetent beraten lassen. Vertrauen Sie sich Ihrem Arzt an, der die Ursachen und die Form Ihrer Inkontinenz diagnostizieren kann und gemeinsam mit Ihnen die richtige Behandlungsmethode findet. |
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Es gibt je nach Form Ihrer Inkontinenz verschiedene Behandlungsoptionen. Darunter zählen zum Beispiel die Stärkung der Beckenbodenmuskulatur, Blasentraining aber auch eine Änderung der Lebensweise. Für die Verbesserung der Lebensqualität bei Blasenschwäche gibt es saugstarke Produkte, die man im täglichen Leben sicher und diskret tragen kann. |
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Ja, manche Formen der Inkontinenz sind mit Tabletten behandelbar. Fragen Sie Ihren Arzt danach. Allerdings kommt es in vielen Fällen zu Nebenwirkungen, z.B. Müdigkeit. |
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Eine Operation ist nur eine von verschiedenen Therapieoptionen und wird normalerweise erst dann in Erwägung gezogen, wenn nicht-operative Verfahren erfolglos geblieben sind. Nutzen Sie die kompetente Beratung Ihres Arztes, der mit Ihnen die beste Behandlung finden wird. |
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Vielen Frauen in den Wechseljahren hilft die Einnahme von Östrogen, da die körpereigene Produktion von Östrogen ab dem 40. Lebensjahr abnimmt. Folgen sind trockene Schleimhäute und damit oft Inkontinenzprobleme, die durch die Einnahme von Östrogen vermieden werden können. |
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Ja, Blasenschwäche ist behandelbar. Für die unterschiedlichen Funktionsstörungen der Blase gibt es verschiedene Ursachen und auch Schweregrade. Daher sollte am Anfang einer Behandlung immer ein Gespräch mit dem Arzt Ihres Vertrauens stehen. |
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Das Beckenbodentraining ist eine besondere Fom der Gymnastik, die dazu entwickelt wurde, die Muskulatur des Beckenbodens zu stärken. Der Beckenboden trägt und stützt die inneren Organe. Er steuert außerdem durch Zusammenziehen und Entspannen die willentliche Blasenentleerung. Ist die Beckenbodenmuskulatur geschwächt, so kann die Harnröhre nicht mehr fest verschließen und es kommt zur Blasenschwäche. Durch ein gezieltes Spannen und Entspannen des Beckenbodens werden die Muskeln wieder gestärkt und die Blasenschwäche vermindert. |
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Ja, Männer können die gleichen Übungen wie Frauen machen. |
Zum Thema Blasenschwäche gibt es in vielen deutschen Städten Selbsthilfegruppen, die Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Fachkompetente Beratung sollten Sie bei Ihrem Hausarzt oder Ihrem Urologen einholen, der Sie über die medizinische Seite des Themas Blasenschwäche aufklären kann.
Weiterhin schicken wir Ihnen gerne die kostenlose Informationsbroschüre „Aktiv leben mit Harninkontinenz“ zu. |
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Anders als Damenbinden und Slipeinlagen haben spezielle Einlagen für Blasenschwäche die Fähigkeit, schneller erheblich mehr Mengen von Flüssigkeit aufzunehmen und diese in der Einlage sicher zu speichern. Diese Produkte, z.B. MoliMed, sind speziell dafür entwickelt, Urin schnell und sicher aufzunehmen und im Inneren der Einlage zu speichern. Damenbinden und Slipeinlagen hingegen sind für die Aufnahme von Blut und Ausfluss konzipiert. Sie sind daher nicht in der Lage, vergleichbare Flüssigkeitsmengen in kürzester Zeit aufnehmen. Zudem besitzen Inkontinenzprodukte einen speziellen Geruchsbinder, der den Geruch des Urins zuverlässig und sicher einschließt. |
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Die besonderen anatomischen Bedürfnisse und Anforderungen bei Männern mit einer leichten Blasenschwäche erfordern spezielle Produktlösungen. Denn ein aktives und unbeschwertes Leben mit Blasenschwäche hängt entscheidend vom richtigen Produkt ab. Speziell auf die männliche Anatomie abgestimmte Produkte, z.B. MoliMed for men protect, deren Saugbereich in V-Form optimalen Rundumschutz und viel Bewegungsfreiheit bietet, gibt es für leichte bis schwere Inkontinenz. |
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Der Verbrauch richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen und ist zudem von der Menge des Urinverlustes abhängig. Im Bereich der leichten Blasenschwäche gibt es verschiedene Produkte mit unterschiedlicher Saugfähigkeit. MoliMed micro ist z.B. bei geringem Verlust von Urin geeignet und MoliMed maxi bei Verlust einer größeren Menge an Flüssigkeit. Liegt eine mittlere bis schwere Harninkontinenz vor, eignet sich z.B. die MoliForm oder MoliForm for men, die eine hohe Saugfähigkeit besitzt und für einen maßgeschneiderten Rundumschutz sorgt. |
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Nein. Bitte entsorgen Sie Ihre Inkontinenzartikel nicht über die Toilette. Inkontinenzprodukte sind sehr reißfest und widerstandsfähig und können bei Flüssigkeitsaufnahme anschwellen. Dies führt in der Regel zu Rohrverstopfungen. Entsorgen Sie daher gebrauchte Inkontinenzartikel in Ihrem eigenen Interesse in Ihrem Hausmüll. Inkontinenzartikel sind mit allen Methoden der Abfallbehandlung kompatibel und können somit problemlos im Hausmüll entsorgt werden. |
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Es gibt Windelhosen, auch Inkontinenzslips genannt, die in Fällen von schwerer Harn- oder Stuhlinkontinenz sowie bei hochgradig pflegebedürftigen oder besonders unruhigen Patienten die ideale Lösung sind. E gibt sie in zwei Saugstärken: Für die Tagversorgung, wie z.B. MoliCare, und besonders saugstark für die Nachtversorgung, wie z.B. MoliCare super. |
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Ja. Für mobile Betroffene gibt es z.B. Molicare mobile. Dies ist ein unauffälliger, aber zuverlässiger Slip mit eingearbeitetem Saugkissen, der wie normale Unterwäsche getragen und auch ohne fremde Hilfe gewechselt werden kann. So wird mobilen Betroffenen das selbständige Aufsuchen der Toilette erleichtert. |
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Für diese Zwecke gibt es sogenannte Krankenunterlagen, die in das Bett eingelegt werden können. Es gibt sie in verschiedenen Formaten, so z.B. von MoliNea. |
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Viele Betroffene fühlen sich trotz saugstarker Einlagen unsauber und waschen sich deshalb viel zu häufig. Wird bei jedem Waschen Seife statt ph-neutraler Waschlotion benutzt, trocknet die Haut aus und wird gereizt. Man sollte daher auf moderne Produkte für Blasenschwäche vertrauen und sich nur mit ph-neutralen Körperpflegeprodukten reinigen. |
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Geruch entsteht erst dann, wenn Urin mit Sauerstoff in Verbindung kommt. Ein starker Saugstoff im Inneren moderner Vorlagen bindet daher den Urin, Geruchsbildung wird so weitgehend verhindert. |
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Es gibt in der Apotheke diverse Hautpflegemittel speziell für den empfindlichen Schambereich, z.B. Menalind professional. Bitte verzichten Sie auf Pudern, das führt zu unangenehmer Klümpchenbildung, die ihre Haut nur noch mehr reizen. |
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Da Seife der Haut Fett und Feuchtigkeit entzieht, empfiehlt sich die Verwendung von speziellen Waschlotionen, wie z.B. von Menalind professional, die rückfettende Substanzen enthalten. |
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Inkontinenzhilfsmittel haben so genannte Nässeindikatoren, meist in der Mitte des Schrittbereichs auf der Folienaußenseite. Diese zeigen durch Auflösen der Schrift den Zeitpunkt zum Wechseln an. |
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Ja, einige. In Ihrer Apotheke oder auch beim Arzt können Sie Muster anfragen. |
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Inkontinenzprodukte sollten eng am Körper anliegen. Wenn das Tragen von Netzhöschen als unangenehm empfunden wird, kann die Einlage auch mit einer gut sitzenden Unterhose fixiert werden. |
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In allen Apotheken und Sanitätshäusern. Einige Hersteller, z.B. die Paul Hartmann AG, senden Ihnen gerne kostenlose Proben der verschiedenen Produkte zu. |
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Nein, sie sind verordnungsfähig, d.h. Ihr Arzt kann Ihnen ein Rezept ausstellen. |
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Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse. Befürwortet die Krankenkasse die Verordnung, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Für weitere Fragen zu diesem Thema steht Ihnen selbstverständlich unser Beratungsservice zur Verfügung. |
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Erklären Sie ihm, dass Inkontinenzprodukte so genannte Hilfsmittel sind und Hilfsmittel nicht in das Arzneimittelbudget des Arztes fallen. Auf dem Rezept müssen die Indikation sowie eine der drei Fallgruppen stehen (diese findet er auf der speziellen Karte „Verordnungsfähigkeit von Inkontinenzprodukten“). |
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Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben für die unterschiedlichen Produkte Festpreise ausgehandelt, die von Bundesland zu Bundesland verschieden sind. Bei der Zugrundelegung der Preise werden nicht nur hochwertige Produkte, sondern auch viele vergleichsweise günstige Produkte herangezogen. Berücksichtigt wurde dabei allerdings nicht, dass man bei Verwendung eines hochwertigen Produktes natürlich weniger braucht als bei einem Produkt minderer Qualität. Maßgebend ist immer nur der Einzelstückpreis. |
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Nein, der Arzt kann ein Dauerrezept ausstellen. Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse, welche Möglichkeiten es gibt. Die Krankenkassen haben z.B. Vertragslieferanten, die sie beauftragen, dem Patienten in regelmäßigen Abständen Inkontinenzprodukte zu liefern. |
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Das stimmt nicht. Neben der allgemeinen Nennung einer Produktart kann und darf der Arzt gezielt spezifische Einzelprodukte verordnen. |
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